Von Helden, Schurken und anderen Leitbildern 29.-31.10.2010 Pädagogische Hochschule Heidelberg
Pädagogenkonferenz

Workshops

am 31.10 2010 - Sonntag 10.00 - 11.00 Uhr

 

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30) Hans Habegger - Autorität und Manipulation

Dauer: 60 Minuten
Zielgruppe: Anfänger
Anwendungsbereich: Päd./Erw.-Bildung, Beratung, Psychotherapie, Organisation
Teilnehmerzahl: unbegrenzt

Gute Autorität ist einer der Grundsteine für einen entwicklungsfördernden Einfluss auf andere. Sind uns jedoch die Grundprinzipien des Einflusses auf Andere - also die Prinzipien der Manipulation - nicht bewusst, laufen wir in Gefahr, auf ungute Art Einfluss zu nehmen.

Nach dem Prinzip "Du kannst nicht nicht manipulieren" wollen wir in diesem Workshop erarbeiten und diskutieren, wie gute Autoritäten konstruktiv Einfluss ausüben.

31) Ulrike Happle und Sabine Schultheiß-Wirsum - Ich weiß, was ich will und finde mein eigenes Leitbild – eine Einführung in das Zürcher Ressourcenmodell

Dauer: 60 Minuten
Zielgruppe: alle
Anwendungsbereich: Päd./Erw.-Bildung, Beratung, Psychotherapie, Organisation
Teilnehmerzahl: 20

Das Training wurde an der Uni Zürich entwickelt und wissenschaftlich begleitet. Es bietet einen strukturierten Trainingsprozess an, um von den Wünschen zu passenden Zielen und zu Handlungsschritten zu kommen. Es basiert auf aktuellen neurobiologischen Forschungen und integriert kreativ eine große Methodenvielzahl.

Wir bieten einen Kurzüberblick über das Zürcher Ressourcenmodell. Der theoretische Hintergrund, der Ablauf und die Anwendungsmöglichkeiten werden von uns erklärt und durch kurze Übungen ergänzt.

32) Christian Küster - Impuls zu einem "unglaublichen" (?) Beispiel: Bankier und Bankbeamter - vom beruflichen Leitbild zum Zerrbild

Dauer: 60 Minuten
Zielgruppe: alle
Anwendungsbereich: Päd./Erw.-Bildung, Beratung, Organisation
Teilnehmerzahl: unbegrenzt

Ein Berufsstand, wandelt sich vom Vorbild zum Feindbild.

An diesem Beispiel möchte ich exemplarisch unter systemischen Aspekten die Frage diskutieren, was zu Veränderungen in der öffentlichen Meinung führen kann und wie die Betroffenen, die Meinungsbildner und die Zaungäste zur Entstehung von Meinungsbildern beitragen.

Die Konzepte der Transaktionsanalyse geben Möglichkeiten, Achtsamkeit zu Veränderungsvorgängen unseres eigenen und fremder Bezugsrahmen zu entwickeln und dabei auf Autonomie im Denken und Handeln zu achten. Als Ziel des Workshops soll ein Impuls gegeben worden sein, welche Aktualität (und ggfs Deckungsgleichheit) das Autonomie-Konzept der TA in Bezug auf die Frage nach "guter Autorität" hat.

33) Nevenka Miljkovic - Haben Lehrende Beziehungsbedürfnisse?

Dauer: 60 Minuten
Zielgruppe: alle
Anwendungsbereich: Päd./Erw.-Bildung
Teilnehmerzahl: unbegrenzt

In diesem Workshop werden Beziehungsbedürfnisse als eine wichtige Komponente im Bildungsgeschehen dargestellt.

In der TA Literatur zuerst von R. Erskine beschrieben, werden sie vor allem als Bedürfnisse untersucht, die Klienten empfinden und zu befriedigen suchen, und auf diese Weise ihre Beziehungen zu nahen Personen gestalten.

In diesem Workshop wird auch die Seite der Lehrenden betrachtet: Welche Beziehungsbedürfnisse haben sie? Ist das professionell, Beziehungsbedürfnisse als Lehrende/r zu empfinden? Ist das ethisch?

Meine Antwort ist "Ja, das ist unumgänglich. Und normal und nützlich".

In dem WS werde ich ein Input geben, und das Thema gemeinsam mit Ihnen auf unsere Lehrtätigkeit beziehen.

34) Günther Mohr - Pädagogik im Coaching

Dauer: 60 Minuten
Zielgruppe: alle
Anwendungsbereich: Päd./Erw.-Bildung, Beratung, Organisation
Teilnehmerzahl: 25

Coaching ist eine zeitweise Begleitung von Menschen bei Fragestellungen ihrer beruflichen Rollen. Der Coach ist dabei Leitbild und gibt durch seine spezifische Form mit Lernprozessen umzugehen ein wichtiges Modell. Dieses kann gerade durch weitere pädagogische Elemente sehr unterstützt werden.

Und Coaches unterscheiden sich sehr durch das Ausmaß des pädagogischen Teils. Der Workshop stellt einzelne pädagogoische Elemente vor, die im Coaching einsetzbar sind. Auf der Basis einer modernen systemisch-transaktionsanalytischen Identität heraus bieten sich hier gute

Möglichkeiten. Sie beziehen sich sowohl auf den Lernprozess an sich als auch einzelne Tools.

35) Gisela Rodewald und Christine Kahle - Was passiert, wenn sich Held und Schurke begegnen?

Dauer: 60 Minuten
Zielgruppe: alle
Anwendungsbereich: Päd./Erw.-Bildung, Beratung, Psychotherapie, Organisation
Teilnehmerzahl: 20

-Knowhow für meinen Gesprächskoffer-

Wie nutze ich im Gespräch meine Autorität und respektiere die meines Gegenübers?

Beginnen wir zu konkurrieren, wer es besser weiß oder finden wir etwas Gemeinsames?

Was bedeutet Kritik für mich und wie gehe ich mit meiner Kritik für den Gegenüber um?

Diese und andere Fragen tauchen sicher auf, wenn Sie mit Eltern, Kollegen oder anderen Institutionen sprechen werden.

Die TA hat spannende Konzepte Gesprächsprozesse zu analysieren und zu gestalten. Dazu wissen wir heute, dass die innere Haltung im Kontakt zu meinem Gesprächspartner/in einen wesentlichen Einfluss auf den Gesprächsverlauf und das Ergebnis hat. Wir stellen beziehungsdynamische TA Gesprächskonzepte vor und verbinden sie mit Praxisbeispielen und Selbsterfahrungsmöglichkeiten.

Wir freuen uns auch auf einen Austausch über das, was in Ihrem Koffer bereits vorhanden ist.

36) Dr. Sylvia Schachner - Autorität haben ohne autoritär zu sein

Dauer: 60 Minuten
Zielgruppe: alle
Anwendungsbereich: Päd./Erw.-Bildung
Teilnehmerzahl: 20

Die Begriffe Autorität und autoritär haben hohe emotionale Besetzung und rufen die unterschiedlichsten Gedankenbilder und Assoziationen hervor. Ich werde der Frage nachgehen, wie ich das eine vom anderen unterscheiden kann und welche Konsequenzen dies aus TA-Sicht für die Leitung und Führung von Gruppen hat.

Dies erfolgt mittels theoretischer Überlegungen und praktischer Übungen.

37) Jürg Schläpfer - Verlierer-Gewinner / Schurken-Helden: Wo finden wir Echtheit (sprich gute Autorität)?

Dauer: 60 Minuten
Zielgruppe: alle
Anwendungsbereich: Päd./Erw.-Bildung, Beratung, Psychotherapie
Teilnehmerzahl: unbegrenzt

In meinem Workshop betrachten wir die Hintergründe der Grandiosität, wie auch der Echtheit.

Erich Fromm sprach darüber, Rosenberg (gewaltfreie Kommunikation) hat dazu ebenfalls ein Konzept entwickelt.

Dies ist gut in die TA übersetzbar.

Das lösungsorientierte Ziel des Workshops heißt: Wie können wir die Echtheit in unserem eigenen Leben leben und fördern?

38) Susanne Steiner-Kramer - Autorität im Spannungsfeld von Erziehungsprozessen - Gefahren und Chancen

Dauer: 60 Minuten
Zielgruppe: Anfänger, Fortgeschrittene
Anwendungsbereich: Päd./Erw.-Bildung, Beratung
Teilnehmerzahl: unbegrenzt

Welchen Unterschied generiert transaktionsanalytisches Denken im Erziehungsprozess. Welche Art von Verhalten ist nötig damit unsere Zöglinge zu Helden heranwachsen.

Die Autorität von Pädagogen, die im aktiven Erziehungsprozess stehen, ist in den letzten Jahrzehnten durch vielfältige gesellschaftliche Entwicklungen einem Erosionsprozess unterworfen worden - mit allen psychischen und physischen Folgen. Gibt es Möglichkeiten diesen Erosions­prozess aufzuhalten? Zur Auseinandersetzung mit dieser Frage ist eine Klärung des Begriffes "Autorität",sowie eine Klärung und eine Abgrenzung zum Begriff "autoritär" notwendig . Dann soll geprüft werden, was transaktionsanalytisches Denken und so geprägtes Verhalten zur Förderung der Autorität von Pädagogen und Dozenten bewirken kann.

39) Simone Waplinger - Der Dompteur im Klassenzimmer

Dauer: 60 Minuten
Zielgruppe: Anfänger, Fortgeschrittene
Anwendungsbereich: Päd./Erw.-Bildung
Teilnehmerzahl: begrenzt auf 20

oder Welche Autorität ist für meinen Unterricht hilfreich?

Welcher Lehrer kennt das nicht? Schulstunden, in denen man ähnlich einem Dompteur bemüht ist, alle Kinder im Auge zu behalten, durchs Klassenzimmer streift, dabei schwätzenden Schülern auf die Schulter tippt oder ihnen nicht zum Unterricht gehörenden Lesestoff wegnimmt. Stets aufs Neue ist der Einsatz von Zeit und Energie erforderlich, um eine konzentrierte Lernsituation herzustellen.

Manche Formen von Autorität sind zu diesem Zweck besser geeignet als andere. Dabei bietet die Transaktionsanalyse hilfreiche Konzepte, die bei der Umsetzung von "guter" Autorität im Klassenzimmer von Nutzen sein können. Im Workshop werden begriffliche Klärungen und ein Theorie-Input durch praktische Übungen für den eigenen Unterricht ergänzt.

40) Dr. S. Ritzenfeldt-Turner - Auseinandersetzungen konstruktiv lösen – Lebenskunst gut gelebter Autorität

Dauer: 60 Minuten
Zielgruppe: Anfänger
Anwendungsbereich: Päd./Erw.-Bildung, Beratung, Psychotherapie und Organisation
Teilnehmerzahl: 25

Konfliktsituationen sachlich und zwischenmenschlich zu meistern gehört zum Tagesgeschäft jedes/r Pädagogen/in. Wo Menschen täglich zusammen arbeiten, Strukturen, Gruppen sich permanent verändern, die Anforderungen zunehmen, da bleiben Spannungen nicht aus. Unterschiedliche Interessen, Bedürfnisse, Ziele, Denk- und Verhaltensmuster treffen aufeinander. Meist werden diese als außerordentlich belastend erlebt. Ungelöste Konflikte blockieren Energie, Kreativität, Motivation, lösen teils heftige Gefühlsregungen aus, belasten unsere Gesundheit und unsere Beziehungen.

Konstruktiv gelöste Konflikte schaffen Beziehung, bringen Motivation, Vorankommen in der Sache, Power, Teamgeist, Leistungssteigerung, persönlich und im Team.

Wie kann der/die Pädagoge/Pädagogin seine/ihre Autorität so leben, dass Konflikte als Kraft für fruchtbare Veränderungen gesehen werden.

Was trägt zur konstruktiven Konfliktlösung bei? Welche Grundvoraussetzungen müssen gegeben sein? Inwiefern und welche Konzepte und Methoden vor allem der Transaktionsanalyse und darüber hinaus sind hilfreich bei der Lösung von Konflikten?

Diese Fragen und andere Aspekte werden im workshop erörtert und diskutiert.

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Oktober 2010
Zuletzt geändert: 31.08.2010 14:16

Noch -2820 Tage, -17 Stunden, -36 Minuten und -18 Sekunden bis zur
25. Konferenz der deutschsprachigen Gesellschaften für Transaktionsanalyse
DGTA (Deutschland), DSGTA (Schweiz) und ÖTISO (Österreich)

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